Das Mysterium des ganzen Universums

Ein Rabbi wohnte in einem einfachen Zimmer. Dieses war sehr bescheiden eingerichtet. Da stand ein Tisch, davor ein Stuhl, in der Ecke eine Liege, daneben ein paar Bücher, das war alles. Eines Tages trat ein Besucher ein und sah erstaunt, wie einfach der gelehrte Mann da hauste. „Rabbi, wo hast Du Deine Möbel?“ wollte der Fremde wissen. „Und wo sind Deine?“ gab der Rabbi zurück. „O, meine Möbel? Ich habe keine bei mir, ich bin ja bloß auf der Durchreise.“ „Ich auch!“ , war die Antwort des jüdischen Gelehrten.

Auf unserem Planeten Erde sind wir bloß vorübergehend zu Hause. Wir Menschen leben hier als sichtbare Welle in der Unendlichkeit des Ozeans. Wir sind Bewohner zweier Welten; kosmisch dem Geiste nach, irdisch dem Körper nach.

Mit unserem Körper sind wir von der Erde genommen, wie es in der Bibel heißt. Für jeden geistbegabten Menschen ist dagegen die geistige Welt das wahre Ursprungsland. So gehören wir zu einer vergänglichen und zu einer unvergänglichen Welt, einer materiellen und einer spirituellen, einer geschaffenen und einer erschaffenden, einer irdischen und einer himmlischen.

Aus der Feder des beinahe 100-jährigen renommierten Religionswissenschaftlers Huston Smith (1919 in China geboren, heute in Kalifornien lebend), stammt dieser beeindruckende Satz: „Ungebildete Menschen wissen vieles nicht, aber sie sind selten dumm. Denn wenn sie sich auf ihre Erinnerungen verlassen müssen, ist es wahrscheinlicher, daß sie sich an das erinnern, was wichtig ist. Gebildete Menschen hingegen neigen dazu, sich in ihrer riesigen Bibliothek der aufgezeichneten Informationen zu verlieren.“

Mit seinen 7 verschiedenen „Geschenk-Kapiteln“ und mit einem Schlußwort zu Antworten, die jeder von uns sucht, führt Dr. Eben Alexander zu 7 fundamentalen Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod. Als Geleitwort wählte der Autor das großartige Zitat des Sufi-Meisters Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927): „Wer das Mysterium des Klangs kennt, der kennt das Mysterium des ganzen Universums!“

Kern des Buches sind die im Titel erwähnten 7 fundamentalen Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod, zu denen der Autor auf sehr anschauliche und inspirierende Weise Zugang verschafft:

Das Geschenk des Wissen

Das Geschenk des Sinns

Das Geschenk der Stärke

Das Geschenk der Zugehörigkeit

Das Geschenk der Freude

Das Geschenk der Hoffnung

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Die vielfältigen philosophischen Betrachtungen über das Leben nach dem Tod werden erweitert mit sehr persönlichen Briefen von Menschen, die durch das vorausgegangene erste Buch Alexanders Mut fanden, ihre eigenen Nahtoderfahrungen oder unerklärlichen Begegnungen mit sterbenden Familienangehörigen mitzuteilen. Auch wenn Sprache immer nur ein sehr vages Mittel bleiben wird, um so besondere existentielle Erlebnisse vermitteln zu können, spürt der Leser oder die Leserin, daß es vielmehr gibt, als uns die wissenschaftlich-pragmatische Sicht der Welt zu erklären sucht.

Was macht das Große Ganze aus: Verbundenheit, Liebe, niemals sterbende Gegenwart … Auch nach dem Tod. Das ist die zentrale Botschaft, die uns Alexander mitgeben möchte, der physische Tod ist kein Ende, kein Aus und Das war´s. Mit dem Tod beginnt der Eintritt in eine tiefe, liebevolle, kosmische Reise.

Alexander bietet vielfältige Einblicke in die philosophischen Werke der Väter unserer Moderne, Platon und Aristoteles. Nach der Lektüre dürfte es schwer fallen, unseren Planeten und seine Geschöpfe nur rein mechanistisch zu betrachten und verstehen zu wollen oder gar zu benutzen und materiellen Zielen nach zu jagen. Nein, in Liebe, Verbundenheit und Respekt Gutes zu gestalten, verbunden mit dem Odem des Universalen – nennen wir es auch, den heiligen Geist der Pfingsterfahrung. Offen zu sein für das Gute und Neue, das auf uns wartet, wenn wir den ersten Schritt dazu tun.

Weitere Leseempfehlung:

Wissenschaft und die Frage nach Gott
Die Wissenschaft schreitet voran. Um nur einige Beispiele zu nennen: Mit der Kartographierung der kosmischen Hintergrundstrahlung wurden Signale aus der ganz frühen Zeit des Universums sichtbar gemacht. Die Entdeckung des Higgs-Bosons 2012 hat unsere Kenntnis der Elementarteilchen vervollständigt. Schon Anfang des neuen Jahrtausends ist die Sequenzierung des menschlichen Genoms gelungen; erste Versuche, künstliches Leben zu schaffen, folgten. Viele Fragen bleiben dennoch unbeantwortet: Was ist der Sinn unseres Lebens? Gibt es überhaupt so etwas wie bleibende Bedeutung? Oder verlieren wir uns im endlosen Universum? Zu solchen Fragen nach den eigenen Ursprüngen und nach unserem Standort in der Wirklichkeit möchte das Buch ermuntern und nimmt dabei die Gottesfrage mit in den Blick. Dem Leser werden fundierte Einführungen in essentielle Fragestellungen des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften geboten.

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  1. Pingback: Mal etwas anderes | Krisenfrei

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