Tianjin ein Anschlag auf Xi Jinping?

Die Explosion von Tianjin am 12. August war ein Terrorakt. Laut chinesischen Medien sollte es ein Attentat auf Xi Jinping und sein Regierungsteam werden. Ein riesiger Vorrat an Waffen und Sprengstoff waren in den Binhai-Distrikt gebracht worden, um Xis Zug bei der Vorbeifahrt in die Luft zu jagen, doch das Komplott wurde vereitelt. Um Waffen und Beweise zu vernichten, lösten die Verschwörer ein Feuer aus, das in einer gigantischen Gasexplosion endete und den gesamten Bezirk zerstörte.
CCTV-Crater-500Nach dem Inferno von Tianjin ist nichts mehr, wie es war. Die nächsten Wochen dürften nicht nur für China, sondern auch die Welt sehr spannend werden. Zu wichtig war der nun zerstörte Wirtschaftsschauplatz Binhai. Personell geht es um den Machtkampf zwischen Xi Jinping und Jiang Zemin. Und im größeren Kontext um die Frage: Wird China weiterhin eine KP-gesteuerte Planwirtschaft erleben, in der einige alte Kader die Strippen ziehen und mit der US-Finanzelite gemeinsame Sache machen – oder wird sich China politisch wandeln, aus dem Windschatten der USA und der Dollar-Hegemonie befreien, der Yuan eine (goldgedeckte) Weltwährung werden und etwas Neues beginnen …?

Xinhau-Rex-Shutterstock-Tianjin-Destruction-Ariel-ViewNach der Explosion von Tianjin überschlagen sich nun die Ereignisse. Wie ein Insider aus Regierungskreisen EPOCH TIMES exklusiv mitteilte, sollen Jiang und seine Söhne bereits festgesetzt worden sein. „Sie können sich nicht mehr bewegen“, sagte er wörtlich. Dies kann eine Verhaftung genauso wie Hausarrest bedeuten. Auch Chinas Ex-Premier Zeng Qinghong, die zweitmächtigste politische Altlast nach Jiang, steht laut dem Insider „unter Hausarrest“.
Für Xi soll es eine schwere Entscheidung gewesen sein, denn er wollte die Verhaftung Jiangs langsam angehen – einen so mächtigen Ex-Staatsmann hinter Gitter zu bringen ist riskant und könnte ihn selbst aus dem Amt katapultieren. Auch wollte Xi erst Zeng den Prozess machen. Doch das Inferno von Tianjin erzwang die Entscheidung: Es sei ein Kampf um Leben und Tod geworden, so der Insider. Xi habe vor Wut so gerast.
Die Verflechtungen Jiangs mit der US-Finanzelite sind ein offenes Geheimnis, wie Epoch Times bereits berichteten. Morgan Stanley, Goldman Sachs und Co. sollen zumindest als Planer beim Börsencrash der vergangenen Monate mitgespielt haben, bei dem umgerechnet 3,5 Billionen Euro an Aktienwerten verbrannten. Auch der Shanghaier Börsencrash war ein inszeniertes Ereignis, welches die Xi-Regierung in Bedrängnis bringen sollte.

Rückenwind für ein Vorgehen gegen Jiang Zsemin hat Xi jedoch aus der Bevölkerung: Wegen Massenmord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gingen gegen Jiang beim Obersten Gerichtshof seit Mai 146.000 Anzeigen ein. (Stand 13. August)

Tiajin-Exposion-Drone-FootageDie Explosion traf Xi Jinpings „chinesischen Traum“ ins Herz: Der „Binhai New Area“ war aus verschiedenen Gründen Chinas Zukunftsstandort Nr. 1. Bis Ende des Jahres 2010 hatten sich dort 285 Unternehmen der „Fortune Global 500“ angesiedelt, darunter Rockefeller, Tishman Speyer, Motorola und Flugzeugbauer Airbus, der dort den A320 baut.

Der Binhai-Distrikt erwirtschaftete rund 55 Prozent der Leistung der zirka eine Stunde von Peking entfernten Zehn-Millionen-Metropole Tianjin. Die Stadt am Bohai-Meer war Teil eines größeren Entwicklungsplans für die gesamte Region, und auch dieser Plan war ein Baby von Xi Jinping: Peking, Tianjin und die Provinz Hebei sollten gemeinsam als Ballungsraum gefördert werden und eine Wirtschaftszone vom Bohai-Meer bis ins nördliche Hinterland bilden. 100 Millionen Einwohner sollten davon profitieren.
Schon jetzt sind die Schäden für Wirtschaftstreibende in Binhai enorm: Da 40 Prozent aller importierten Autos China über den Hafen von Tianjin erreichen, verbrannten bei der Explosion tausende Neuwagen, unter anderem von Volkswagen und Renault. VW verlagerte seine Neuwageneinfuhr nach dem Unglück nach Shanghai und Guangzhou.

Hat der heiße Krieg zwischen USA und China mit dem Anschlag auf Tianjin begonnen? Die Attacke der Noch-Weltmacht auf die Neue Weltmacht könnte in der Tat so gewesen werden.

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